Grün und Weiß – Ein Farbenpaar mit großer Wirkung

Sprießendes Blattgrün und strahlendes Blütenweiß: Ein Farbenpaar, das im Frühjahr seine größte Wirkung entfaltet.

Grün zur Zeit des Austriebs - leuchtend, leicht und heiter

Nein, hier geht es nicht um den SV Werder Bremen und auch sonst nicht um Fußball. Es geht um die wohlige Wärme, das Licht, die leichtfüßige Stimmung dieses Apriltages, an dem man am liebsten hineinkriechen möchte in all die frisch aufgepolsterten Laubkissen, die nun den Garten überziehen.

Nie zeigt sich ihr Grün intensiver, saftiger, leuchtender, als zur Zeit des Austriebs. Und nie wieder präsentiert sich das Weiß der hineingetupften Blüten derart makellos und blendend rein.

Gemeinsam schaffen sie Szenen, die klar wirken und ruhig. Fast ein bisschen zu ruhig vielleicht... Wäre da nicht die Frühlingssonne: Sie ist es, die heitere Lichtbänder übers Blattwerk tänzeln lässt. Die durchscheinende Leichtigkeit in stumpfe Schattenpartien zaubert und dem Laub von Primeln, Frauenmantel und Farnen diese herrlich grüngelben Nuancen entlockt.

Die Sonne ist‘s auch, die das Schneeweiß der Tulpe ‘Purissima’ morgens eisblau und mittags golden aufschimmern lässt. Und mit einem Mal wird Grün-Weiß erstaunlich lebendig.

» Zarte Blüten – starker Charakter: Herbst-Steinbrech

Waldrandbewohner mit frischweißem Blütenkleid

Unter den frühen Weißblühern sind viele Wald- und Waldrandbewohner. So, als wollten sie noch mal alles Licht und alle Aufmerksamkeit ins Unterholz lenken, ehe sich das Laubdach über ihnen schließt.

Auf frischen, locker-humosen Böden knüpfen Busch-Windröschen, Frühlings- Gedenkemein (Omphalodes verna ‘Alba’), Teppich-Primel (Primula x pruhoniciana ‘Schneewittchen’), Immergrün (Vinca minor ‘Gertrude Jekyll’) und Schaumblüte (Tiarella) schneeige Matten. Dazwischen bringen Kapuzen-Herzblume (Dicentra cucullaria) und die Hundszahnlilie (Erythronium ‘White Beauty’) nickende Eleganz ins Spiel.

Blattschmuckstauden schließlich wiederholen deren Blütenweiß in reizvoller Laubzeichnung, etwa das Großgefleckte Lungenkraut (Pulmonaria saccharata) oder das Kaukasusvergissmeinnicht (Brunnera macrophylla) mit der attraktiv geaderten Sorte ‘Jack Frost’ oder der fast vollständig silberweiß schimmernden ‘Looking Glass’.

Zarter Frühlingsduft

Doch woher kommt bloß dieser Duft? Ach da, das niedliche weiße Duft-Veilchen (Viola odorata ‘Alba’) hat sich Verstärkung geholt: Ein zierlicher Wald-Phlox (Phlox divaricata ‘White Perfume‘) bauscht sich im Halbschatten und würzt die Frühlingsluft mit süßem Wohlgeruch.

Auch manche Zwiebelblume überzeugt als Nasenschmeichler: die gefüllte Narzisse ‘Acropolis’, ‘Thalia’ mit ihren kleinen Engelstränen-Blüten oder die glitzernd weiße Dichter-Narzisse ‘Actaea’ mit gelb-roten Krönchen.

Von den zahlreichen weißen Tulpensorten sollen hier nur ‘Spring Green’ und ‘Exotic Emperor’ erwähnt werden. Ihr elfenbeinheller, grün geflammter Flor transportiert das Farbthema perfekt. Am schönsten kommen sie an sonniger bis halbschattiger Stelle mit anderen Weißblühern, cremigem Gelb und mannigfaltigen Grüntönen zur Geltung.

Saskia Richter

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