Das Jahr des Schmuckkörbchens - Tanz in den Sommer

Cosmos Xanthos

2016 ist das "Jahr des Schmuckkörbchens". Jetzt ist die Zeit, diese schönen und zierlichen Sommerblüher auszusäen.

Das Schmuckkörbchen kennt jeder, zu seinem Lobe muss man nicht viel sagen. Fehlt es vielleicht in manchem Garten, eben weil man es nicht oft genug lobte?

Es ist Aussaatzeit für die hübsche Blume. Im Gewächshaus oder auf der Fensterbank gelingt die Anzucht in jedem Fall. Zum Garten-Debüt nach den Eisheiligen sind dann bereits kräftige Pflanzenkinder herangewachsen, denen zeitweilige Wetter-Kapriolen nichts mehr anhaben können.

» Sommer aus der Tüte

Die rechtzeitige Aussaat nicht vergessen

Einem Sommer ohne Schmuckkörbchen fehlt die echte Fröhlichkeit! Nun, das mag übertrieben sein, aber es versetzt mir jedes Mal einen kleinen Stich, wenn im Hochsommer die zarten Blüten, bunten Schmetterlingen ähnlich, nur durch die Rabatten fremder Gärten tanzen. Dabei wäre es ganz leicht gewesen, im Frühjahr ein paar Pflanzen anzuziehen. Das soll mir in diesem Jahr gelingen, noch heute werden Samentütchen bestellt!

Dass die Samenproduzenten ausgerechnet das Jahr 2016 zum „Jahr des Schmuckkörbchens“ erklärten, kann nur ein günstiger Umstand sein. Im Garten meiner Eltern webten die hübschen Sommerblüher jedes Jahr einen luftigen Blütenkranz um die Terrasse hinter dem Haus. Ein frischer Reigen in Weiß, Rosa und Karminrot über fein geschlitztem Laub. Erstaunlich, wie viele Sorten es dagegen heute gibt.

» Einjährige Kletterpflanzen

Erstaunliche Sortenvielfalt

Die Auswahl wird ganz bestimmt nicht leicht. Das bestätigt sich beim Stöbern in Samenkatalogen. Einfacher wird es vielleicht, wenn man sich vorab die Frage beantwortet, ob es frische, kühle Farben oder lieber doch warme Töne in der Skala von Gelb bis Orangerotsein sollen. Das ist sicher zuerst eine Frage des persönlichen Geschmacks und in der Konsequenz dann die Entscheidung für die eine oder andere Züchtungslinie. Die vielen Sorten vom Schmuckkörbchen stammen nämlich von zwei Arten ab, aus Mittel- und Südamerika kommen beide.

Sorten aus zwei Gruppen

Cosmos bipinnatus ist das weithin bekannte Schmuckkörbchen, das immerhin jahrzehntelang die wichtigste Art war. Seine Sorten kommen in klaren, kühlen Farben daher, haben oft sehr große Blüten, wachsen meist 100 bis 120 cm hoch. Es gibt neben den sehr naturhaft wirkenden, einfach blühenden Sorten solche mit luftig gefüllten, zweifarbigen Blüten (‘Sweet Six-teen’, ‘Double Click Mix’, ‘Psyche’, ‘Fizzy Rose Picotee’) oder sogar dicht pomponartig gefüllten Körbchen (‘Double Click Snow Puff’, ‘Double Click Rose Bonbon’).

Es geht noch kapriziöser: bei ‘Sea Shells’ oder ‘Pied Piper Red’ ist jedes einzelne Blütenblatt tütenförmig gerollt. Nur 50 bis 60 cm hoch werden einige Zwergsorten wie ‘Dwarf Sensation Mixed’ oder ‘Sonata Mischung’.
Wer lieber Blüten in warmen Leuchtfarben zwischen Gelb und Orangerot mag, wählt eine Sorte von Cosmos sulphureus, der Gold-Kosmee, auch Schwefelgelbes Schmuckkörbchen genannt. Sie wächst kompakter, meist nur 50 bis 60 cm hoch, hat kleinere, meist doppelreihige Blüten.

» Ein reizendes Chaos

Intensive Farbnucancen von Gelb bis Orangerot

Diese hübsche, temperamentvolle Art ist seit geraumer Zeit dabei, ordentlich aufzuholen. Mut zur Farbe ist schließlich wieder angesagt. So mischen Gartenplaner die Gold-Kosmee gerne in unkonventionelle Pflanzkonzepte mit wiesenhafter Anmutung und in prärieartige Kompositionen mit Gräsern und Stauden. Neue Sorten aus England bereichern heute das Sortiment, z. B. ‘Bright Lights’, ‘Brightness’ oder die mit 90 bis 120 cm außergewöhnlich hochwachsende ‘Sunset Orange’. Sehr früh blüht die aparte Sorte ‘Polidor’.

Wie die Art Cosmos sulphureus stecken auch die von ihr abstammenden Sorten sommerliche Trockenheit gut weg. Etwas besser als die Bipinnatus-Sorten, die dafür oft noch im Oktober blühen. Doch Schwestern sind sie allemal: Der Platz im Garten sollte vollsonnig sein. Und besonders nach dem Auspflanzen im Mai darf man das Gießen nicht vergessen – bei beiden.

Elke Pirsch

Tipp für längere Freude am Schmuckkörbchen:

Verblühtes hin und wieder herausschneiden, dann geht alle Kraft in die folgenden Blüten. Wer auf Selbstaussaat hofft, lässt ein paar Samenstände stehen
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