Tolle Rezepte mit (gegen) „Unkraut“

Brennnesseln, Löwenzahn, Hopfen, Giersch … davon haben wir doch reichlich im Garten, oder? Und die Versuche, dieses Wildkraut aus Beeten, unter Gehölzen oder aus Rasenflächen zu vertreiben, sind mühevoll und auch nicht immer erfolgreich. Wir empfehlen: nicht ärgern, aufessen! Ja, im Ernst! Das Wildgemüse lässt sich im Frühjahr zart ernten und zu gesunden und appetitlichen Gerichten zubereiten. Regelmäßig entspitzt, treiben die kecken Kräutlein fast das ganze Jahr über würzige Triebe. Wir haben es ausprobiert.

Vegetarischer Brennnessel-Strudel

Den Mund verbrennen kann man sich nicht bei diesem herzhaften vegetarischen Strudel mit Karottenraspeln, Zucchini und Brennnesseln. Bei Hitze verliert die Nessel zwar ihre Brennhaare, aber nicht ihr Aroma!

Brennnessel-Pfannkuchen mit Himbeeren

Die Pfannkuchen noch warm mit den übrigen Himbeeren und Honig servieren. Das skandinavische Original wird mit Blaubeeren zubereitet.

Klettenwurzel-Gemüse

Wurzel, junge Laubblätter und Stängel der Großen Klette (Arctium lappa) können als Wildgemüse verwendet werden. Die Klettenwurzel lässt sich im Frühjahr ernten und zu einem leckeren Gemüsegericht verarbeiten.

Sauerampfer Himbeer-Rhabarber-Crumble

Nachtisch mal anders: Ein leckeres Himbeer-Rhabarber-Crumble mit Sauerampfer.

Wildkräuter-Smoothie

Für die schnelle und gesunde Küche lassen sich aus diesen frisch geernteten Wildkräutern ein kräftig-würziges Smoothie bereiten.

Weitere Wildkräuter für die Küche

Kleiner Wiesenknopf

Sanguisorba minor- er kommt auf trockenen, kalkhaltigen und humusreichen Böden und in sonnigen Wiesen vor. Verwendung: junge Blätter in Eier- und Quarkspeisen, Salaten, in der Frankfurter Grünen Soße, Salsa verde, in Mayonnaise und Kräuterbutter.

Löwenzahn

Taraxacum officinale – er kommt auf Wiesen, an Wegen und in Gärten sowie auf Brachflächen und in Mauerritzen vor. Verwendung der Blüten: honigähnlicher Sirup, Gelee. Die jungen Blätter schmecken leicht bitter, eignen sich aber in geringen Mengen für Salat.

Sauerklee

Oxalis acetosella – Vorkommen auf humosen, sauren Böden im Schatten. Verwendung der Blätter: Aufgrund der Oxalsäure sparsam für erfrischend-säuerlichen Geschmack in Wildgemüsesalaten, Suppen und im Kräuterquark verwenden. Die kleinen Blüten sind hübsch zum Garnieren.

Duftveilchen

Viola odorata – Vorkommen in kühlen, luftfeuchten Plätze im lichten Gehölzschatten in lehmigem, nährstoffreichem Boden und im Schattenrasen. Verwendung der Blüten: für Suppen, Soßen, Salate und Desserts, kandiert zur Dekoration (Desserts, Torten).
Veilchentee: 2 EL getrocknete Veilchenblüten auf 100 g Schwarzen Tee.

Schafgarbe

Achillea millefolium – Vorkommen auf trockenen Wiesen und Weiden, am Wegrand, auf Brachflächen. Verwendung der jungen Blätter in Suppen, Salaten und Dips. Aus den Blüten lässt sich ein Tee zubereiten.

Knoblauchsrauke

Alliaria petiolaris – Vorkommen auf frischen, stickstoffreichen Lehmböden, häufig in Gesellschaft von Brennnesseln, in Gärten und auf Schuttplätzen Verwendung Blätter und Blüten für deftige Brotaufstriche, Quark, Knoblauchbutter.