Kleingarten

Ein Kleingarten ist viel mehr als nur ein kleiner Garten

Der Kleingarten, auch unter den Bezeichnungen Schrebergarten und Familiengarten bekannt, ist eine besondere Gartenform. Die ersten Kleingärten im 19. Jahrhundert dienten vor allem der Selbstversorgung mit Gemüse. Ein Kleingarten ist mittlerweile jedoch viel mehr als ein Garten zur Erzeugung von Obst und Gemüse: Im Laufe der Zeit entwickelte sich der Kleingarten auch zum Erholungsraum. Kleingärten sind außerdem wertvolle Grünflächen im städtischen Raum und sie haben eine wichtige soziale Funktion. Die Kleingarten-Parzellen werden von Vereinen verwaltet und an die Mitglieder verpachtet.

Aus Gärten für Kinder wurden Gärten für Familien

Die Bedeutung der Kleingärten als Orte der Selbstversorgung veränderte sich im Laufe der Zeit. Dies war unter anderem die Folge einer Initiative des Arztes Moritz Schreber und des Schuldirektors Ernst Hauschild: Sie schufen um 1865 in Leipzig einen Platz auf einer Wiese, auf dem Kinder spielen und Sport treiben konnten. Unter dem Lehrer Heinrich Karl Gesell entstanden hier auch Gärten für die kleinen Sportler. Diese Gärten sollten der Gesundheit der Kinder dienen und dazu beitragen, sie mit der Natur vertraut zu machen. Sie waren jedoch auch bei den Eltern beliebt und entwickelten sich schließlich zu Gärten für ganze Familien. In Erinnerung an einen der geistigen Väter dieser Entwicklung wurden sie von da ab als Schrebergärten bezeichnet.

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Warum ein Kleingarten so wertvoll ist

In einer Zeit, in der Städte immer größer und grauer werden, steigt das Interesse am Urban Gardening und am Erleben von Natur in der Stadt. Auch die Wertschätzung von selbstangebautem Gemüse hat zugenommen und deshalb wünschen sich auch mehr junge Familien einen Kleingarten. Als Folge sind die Wartelisten für einen Kleingarten länger geworden. Neben der Freude an der Gartenarbeit und dem Nutzen für die Gesundheit spielt auch der Natur- und Umweltschutz in den Kleingärten eine große Rolle. Eine Kleingartenkolonie bringt Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammen, sie bietet Gemeinschaft und ermöglicht den Gedanken- und Wissensaustausch unter Gartenfreunden. Darüber hinaus bietet ein Kleingarten Entspannung und Ausgleich sowie das Erleben vom Aussäen, Pflanzen, Wachsen und Ernten.

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Gartenhaus schafft zusätzlichen Komfort

Für den Kleingarten ist das Gartenhaus eine schöne Ergänzung. Es schafft zusätzlichen Komfort, kann aber auch als Stauraum genutzt werden. Oft werden die Gartenhäuser so komfortabel gestaltet, dass sich darin auch eine Schlafmöglichkeit und eine Mini-Küche befinden. Gerade während des Sommers verbringen viele Kleingärtner gern ein ganzes Wochenende in Ihrem Garten. Die Gestaltung ist den Kleingärtnern selbst überlassen. Vom Häuschen können Gartenwege zum Tor und den verschiedenen Beeten führen. Die schön gestalteten Wege unterstreichen die Gartengestaltung und sorgen dafür, dass Sie auch bei Regenwetter problemlos Ihren Garten betreten können.

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