Wolfsmilch: giftig für Mensch und Tier.

Wolfsmilch- Eine Pflanze, die es in sich hat

Einige sukkulente Euphorbien haben eine verblüffende Ähnlichkeit mit säulenförmig wachsenden Kakteen und werden auch gelegentlich mit ihnen verwechselt. Euphorbia lactea, die milchweiße Wolfsmilch, ist eine dieser Kandidatinnen.

Unterscheiden kann man sie und weitere säulenförmig wachsende Euphorbia-Arten von den Kakteen durch die “Stecknadel-Probe”. Nach dem Anstechen mit der Nadel tritt der für Wolfsmilchgewächse typische weiße Milchsaft aus. Weitere beliebte Arten sind Euphorbia grandicornis, die Großhörnige Wolfsmilch und Euphorbia trigona, die Dreikantige Wolfsmilch. Blüten kommen in Kultur bei keiner dieser Arten vor.
 

WARNUNG vor dem Saft der Wolfsmilch
 

Euphorbien sind giftig für Mensch und Tier. Der Milchsaft enthält haut- und schleimhautreizende Stoffe. Er darf nicht in die Augen oder offene Wunden gelangen.

Der beste Standort

Wie alle sukkulenten Euphorbien benötigt auch Euphorbia lactea sehr viel Licht, sogar Sonne, und einen warmen Standort. Im Winter dürfen die Temperaturen bis 15 °C absinken. Robuste ältere Pflanzen können nach Eingewöhnung den Sommer auch an einer windgeschützten Stelle im Garten verbringen. Nach einem Regenguss unbedingt das überschüssige Wasser aus dem Topfuntersatz gießen! Das Auflegen von Steinen auf den Topf verhindert das Umfallen der etwas kopflastigen größeren Pflanzen.

Pflege der Wolfsmilch

Gegossen wird nur wenig, im Winter so gut wie gar nicht. Gedüngt wird in der Wachstumszeit von April bis September in mehrwöchigen Abständen mit einem Kakteendünger. Das Umtopfen erfolgt etwa alle zwei Jahre, bei großen, alten Exemplaren seltener, in einen nur wenig größeren Topf in handelsübliche Kakteenerde oder sandige, durchlässige Gartenerde. An den Dornen kann man sich verletzen, feste Handschuhe sind beim Hantieren mit der Pflanze angebracht.

Vermehren der Wolfsmilch

Die Vermehrung erfolgt in Gärtnereien aus Samen. Zu Hause lassen sich säulenförmig wachsende Euphorbien gut aus abgetrennten Triebstücken vermehren. Bevor sie zum Bewurzeln in ein Anzuchtsubstrat gesteckt werden, muss die Schnittstelle abtrocknen.

Schädlinge

Sehr selten treten Woll-oder Schmierläuse an der Wolfsmilch auf.

Ein weiteres exotisches Gewächs: die Madagaskarpalme.