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Schwertfarn im Pflanzenporträt

Vor rund 100 Jahren galt der Schwertfarn schon einmal als äußerst schick und er gehörte obligatorisch zum gutbürgerlichen Wohnambiente. Am eindrucksvollsten wirkt er auf einem repräsentativen Postament, wo sich die eleganten, schwertförmigen Wedel unbedrängt entfalten können.

Wer es moderner mag, verwendet zum Beispiel einen hohen Übertopf, der mit Blähton gefüllt wird. Darin kann dann der Farntopf eingebettet werden. Die Farne sind wegen ihrer üppigen Horste und ihres überhängenden Wuchses auch für Blumenampeln prädestiniert. Als Zimmerpflanze hat sich in der Pflanzengattung der Schwertfarne neben Nephrolepis exaltata und seinen vielen Sorten auch die knollenbildende Art Nephrolepis cordifolia durchgesetzt.

Nephrolepis exaltata ist in tropischen, sumpfigen Wäldern beheimatet, wo die Pflanze als Epiphyt (Aufsitzerpflanze) in den Astgabeln von Bäumen gedeiht. Ihre Wedel können fast 2 Meter lang werden.

Der geeignete Standort

Schwertfarn – Foto: Floradania

Schwertfarne wachsen gut an einem Standort mit hoher Luftfeuchtigkeit an einem nicht zu sonnigen Platz. Temperaturen um 18 bis 20 °C sind ideal, nachts dürfen sie auch etwas absinken. Stehen die Pflanzen zu dunkel, fallen die Fiedern ab. Helle Badezimmer sind ein bevorzugter Platz. Sollen größere Pflanzen im Flur oder Treppenhaus stehen, darf dort keine Zugluft auftreten.

Der Schwertfarn wird kaum von Schädlingen heimgesucht. An lufttrockenen Standorten stellen sich jedoch Schildläuse ein.

Pflege des Schwertfarns

Die Erde sollte niemals austrocknen, eine gleichbleibende mäßige Bodenfeuchtigkeit ist erwünscht, sonst ist es möglich, das Fiedern abfallen. Hat man das Gießen einmal vernachlässigt, kann man den Topfballen gründlich in zimmerwarmes Wasser tauchen – so wird der drohende Blattverlust eventuell noch verhindert. Das Besprühen der Blätter ist regelmäßig erforderlich – vor allem im Winter bei trockener Zentralheizungsluft. Ein kalkarmes Gießwasser ist empfehlenswert, damit keine Kalkflecken auf dem Laub auftreten.

Gedüngt wird im Sommerhalbjahr wöchentlich, aber schwach dosiert. Alle zwei bis drei Jahre wird in ein gut durchlässiges Substrat umgetopft.

Vermehrung

Am einfachsten ist es, eine kräftige Pflanze im Frühjahr zu teilen oder im Sommer Ausläufer abzutrennen und neu zu pflanzen. Außerdem ist das Vermehren aus Sporen oder durch Abnehmen von Knollen möglich.