Die Becherprimel stammt aus Zentralchina.

Becherprimel im Pflanzenportrait

Die Becherprimel ist von allen Topfprimeln fürs Zimmer die dauerhafteste. Sie begnügt sich nicht mit einem kurzen Gastauftritt im Frühjahr, bei zusagenden Bedingungen blüht sie wochenlang.

Sorten mit längeren Blütenstielen eignen sich sogar für die Gewinnung von Schnittblumen, zum Beispiel für frühlingshafte Tischdekorationen, zusammen mit anderen Frühlingsblühern. Becherprimeln bieten eine große Palette schöner Blütenfarben und sie umfassen sowohl zarte Pastelltöne als auch kräftige Farben.

Die Becherprimel (Primula obconica) stammt aus Zentralchina und ist dort eine staudig ausdauernde Art. Sie wird mittlerweile ganzjährig angeboten, wenn auch im Frühjahr der Hauptabsatz stattfindet. Als Frühlings-Topfblumen sind auch Flieder-Primel (Primula malacoides) und Kissen-Primel (Primula vulgaris) beliebt. Erstere wird nach der Blüte weggeworfen, weil sich die Weiterkultur nicht lohnt. Die Kissen-Primel kann in den Garten gesetzt werden, wo sie im folgenden Frühjahr erneut blüht. Meist trennt man sich nach der Blütezeit auch von der Becherprimel, doch man kann auch sie weiterpflegen.

Warnung für Allergiker

Die Haare an den Blättern enthalten den Giftstoff Primin. Das Berühren kann Allergien auslösen. Wer empfindlich ist, kauft nur Sorten der Twilly-Serie („Touch-Me“), die als priminfrei gelten.

Der beste Standort für die Becherprimel

Je kühler die Primel steht, desto länger blüht sie. 10 bis 15 °C wären optimal. Am ehesten verträgt noch die Becher-Primel geheizte Zimmer. Der Platz am Fenster sollte hell, aber nicht sonnig sein. Im Sommer kann die Pflanze ins Freie umziehen. Sie ist nicht winterhart und muss vor dem Frost wieder ins Haus geholt werden.

Pflegetipps

Mit weichem, zimmerwarmem Wasser so gießen, dass der Ballen stets leicht feucht ist. Staunässe jedoch vermeiden. Alle 14 Tage wird flüssig gedüngt. Abgeblühte Blumen herauszupfen. Nach der Blüte trennt man sich von der Becherprimel oder topft sie in frische Erde um. Weiterkultivierte Pflanzen blühen im folgenden Jahr meist erst gegen Sommerbeginn.

Vermehren

Das Vermehren ist ganzjährig aus Samen möglich, jedoch aufwändig. Für die Blüte im Frühjahr wird im Juni ausgesät. Später pikieren und kühl, aber frostfrei halten.

Schlappe Blätter der Becherprimel

Bei zu warmem Stand oder kalkhaltigem Gießwasser schlappen die Blätter und werden gelb.

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