Blaues Wunder – Beeren Powerfood aus eigenem Anbau

Dunkle Beeren wie Schwarze Johannisbeere, Brombeere, oder Blaubeere können locker mit den positiven Wirkungen fernöstlicher Wunderbeeren wie Schisandra und Goji oder südamerikanischer Acai-Beere mithalten. Zudem kann Medizin kaum besser schmecken.

Anthocyane, die für den dunklen Teint von Beeren und mancher Süßkartoffelsorten verantwortlich zeichnen, sind besonders wirksame Antioxidantien. Die Anthocyane der Heidelbeere werden erfolgreich gegen Nachtblindheit eingesetzt, und die enthaltenen Gerbstoffe lassen Entzündungen im Mund- und Rachenbereich schnell abheilen.

Dazu kommen noch Polyphenole, denen eine stabilisierende Wirkung auf Herz und Kreislauf nachgesagt werden. Ein paar getrocknete Waldheidelbeeren helfen gar gegen Durchfall. Brombeeren punkten darüber hinaus mit Mineralien, Ballaststoffen und ebenfalls hohem Vitamin-Gehalt.

Einfach mischen

Die Schwarze Johannisbeere ist als Naschobst nicht ganz so beliebt wie ihre Schwestern, verdient aber mehr Beachtung. Einfach mal mit anderen Früchten gemischt als Obstsalat oder Fruchtjoghurt servieren. Mehr Vitamin C, Mineral-und Vitalstoffe bringt keine andere Beere mit. Seit einigen Jahren neu bei Sammlern und Samenhändlern sind Anthocyan-Tomaten mit gewöhnungsbedürftig violetten bis schwarzen Früchten. Die außergewöhnlichen Früchte runden das Sortiment ab. Mittlerweile gibt es diese Sorten mit angenehm tomatigem Aroma.

Blaumeier: Hätten Sie’s gewusst?

  • Anthocyan ist altgriechisch und bedeutet „Blütenblau“. Es ist aber auch in manchen roten Früchten wie der Himbeere enthalten.
  • Im Garten ist kein Platz für den Rebenanbau? Kein Problem: Auch gekaufter Rotwein enthält reichlich Polyphenole.
  • Blaukraut heißt regional auch Rotkraut. Die unterschiedliche Färbung der Blätter hängt mit der Bodenreaktion zusammen. Ist sie sauer, wachsen rote, auf alkalischen Böden blauviolette Köpfe.
  • Anthocyane kommen nur in Pflanzen vor und dienen dort unter anderem dem Schutz vor starker Sonneneinstrahlung.