Sonderausstellung im Botanischen Museum Berlin - Phänomen Zimmerpflanze

Themen: Ausstellung
Plakat zur Ausstellung Geliebt, gegossen, vergessen: Phänomen Zimmerpflanze

Ausstellungsplakat der Sonderausstellung "Geliebt, gegossen, vergessen: Phänomen Zimmerpflanze“ im Botanischen Museum Berlin Foto: Anna Risch/Botanisches Museum Berlin. - Sonderausstellung im Botanischen Museum Berlin

Zimmerpflanzen werden häufig als selbstverständlich betrachtet, doch es würde etwas fehlen, wen es sie nicht gäbe. Die Sonderausstellung „Geliebt, gegossen, vergessen: Phänomen Zimmerpflanze“ im Botanischen Museum Berlin beleuchtet die emotionalen Seiten einer besonderen Beziehung: Geschichte(n) zwischen liebevoller Pflege und gedankenlosem Konsum. Sie ist bis zum 2. Juni 2019 zu sehen.

Zimmerpflanzen einst und jetzt

Die Welt der Zimmerpflanzen unterliegt der Mode und hat sich im Laufe der Jahrhunderte radikal verändert. Was in den eher schlecht beheizten Räumen der Biedermeierzeit nur am Fenster gedieh, fühlt sich heute in unseren gut geheizten und trockenen Innenräumen nicht mehr wohl und umgekehrt. Während Grünlilien, Kakteen oder Aloen zu Goethes Zeiten heiß begehrte Exoten waren, deren Ableger wie Kostbarkeiten unter Freunden weitergereicht wurden, werden sie heute mit Tausenden Artgenossen als Massenware in Baumärkten und Einrichtungshäusern zum Verkauf angeboten.

Das längste Fensterbrett Berlins

Auf dem mit circa 100 Metern längsten Fensterbrett Berlins werden während der Ausstellung 50 verschiedene lebende Zimmerpflanzen präsentiert. Dabei sind beliebte Klassiker wie die Geigenfeige, Grünlilie, Monstera und Usambaraveilchen.

Aus botanischer Sicht repräsentieren diese Arten die ganze Bandbreite der Tropen und Subtropen weltweit. Der Blick auf eine große Landkarte verrät, wo genau sie herkommen und welche Geschichten sie erzählen.

Tipps zu ihrer Pflege und Informationen zu ihrer Vergangenheit sind auf überdimensionalen Pflanzetiketten zu entdecken. Entlang des Fensterbretts gehen die Besucher durch verschiedene Zimmer mit ihren typischen Pflanzen: Vom Wohnzimmer über das Bad ins Schlafzimmer, von der Küche über den Wintergarten bis ins Büro.

Auf dieser ungewöhnlichen „Wohnungsbesichtigung“ sind auch viele Objekte wie historische Gießkannen, Herbarbelege oder kostbaren Pflanzenbücher sowie spannende Geschichten zu Zimmerpflanzen und ihren Hintergründen zu entdecken.

Zimmerpflanzen – auf den Menschen angewiesen

In der Welt der Botanik ist die Zimmerpflanze ist ein Sonderfall. Sie hat so gut wie nichts mit ihren wilden Verwandten und Vorfahren gemein: Als Solitär in einem Blumentopf vereinzelt, ist sie voll und ganz von uns Menschen abhängig – von der Wahl des richtigen Standortes bis hin zur Versorgung  mit Wasser und Nährstoffen.

Ob passionierter Blumenliebhaber, der seine Pflanzen bestens versorgt, oder puristischer Verweigerer, der sie schmählich vergisst – jeder hat eine Einstellung zum Zimmergrün und verbindet mit den grünen Mitbewohnern persönliche Erinnerungen und Geschichten.

Weitere Informationen unter www.bgbm.org

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