Baumschulmuseum in Pinneberg: Sonderausstellung "Pflanzenjäger"

Baumschulmuseum Eingangsbereich mit historischen Geräten

Das deutsche Baumschulmuseum befindet sich in einem der größten zusammenhängenden Baumschulgebiete Europas. Es bietet Informationen zur Baumschulgeschichte und zur Arbeit der Baumschuler und auch zu vielen Zusammenhängen in der Natur. Fotos: abuehrmann

Woher stammt der seltsam klingende Begriff Baumschule? Wieso gibt es überhaupt Baumschulen und wie werden Gehölze dort vermehrt? Was muss ein Baumschuler bzw. Gärtner der Fachrichtung Baumschule alles können und wie international ist der Beruf? Und haben auch vor hundert Jahren schon Frauen in Baumschulen gearbeitet? Diese und viele andere spannende Fragen beantwortet ein Besuch im ersten und bisher einzigen deutschen Baumschulmuseum in Pinneberg.

Museum liegt in großem Baumschulgebiet

Pinneberg liegt nordwestlich von Hamburg in einem der ältesten und größten zusammenhängenden Baumschulgebiete Europas, einer Region mit Rosenfeldern, Alleebaumquartieren und auch vielen sehenswerten Parkanlagen wie beispielsweise das Arboretum Ellerhoop mit seinen zahlreichen alten Bäumen und den aus einer Gartenschau hervorgegangenen Schaugärten.

Für Schleswig-Holstein wurden verschiedene Gartenrouten entwickelt. Auf der Gartenroute "Von Baumschulbaronen und Pflanzenjägern" liegt auch das Baumschulmuseum. Die Route führt außerdem zu verschiedenen Parkanlagen im Raum Pinneberg. 

Einzelne Stationen zu verschiedenen Baumschulthemen

Das Museum befindet sich in der großen Halle einer ehemaligen Baumschule und wendet sich an kleine und große Interessierte. Maschinen aus der Baumschulgeschichte gehören genauso zu einem aufschlussreichen Museumsbesuch wie verschiedene Stationen, an denen die Besucher viel über die Zusammenhänge in der Natur und die Arbeit der Gärtner in den Baumschulen erfahren.

Die Stationen zeigen verschiedene Aspekte aus dem Baumschulwesen einst und jetzt – von den Anfängen bis hin zu Versand und Handel. Andere Themen, die in der Ausstellung vorgestellt werden, sind zum Beispiel Bodenleben und Substrate sowie Züchtung und Obstbau. Dazu kommen jährlich wechselnde Sonderausstellungen.

Bienenkunde und Streuobstwiesenbesuch

Das Baumschulmuseum ist sehr interaktiv und bietet auch spezielle Veranstaltungen für Kinder und zur Umweltbildung. Jeweils am letzten Sonntag im Monat, von 15 – 16 Uhr, steht zum Beispiel ein Besuch mit einem Imker bei den Bienen einer nahegelegenen Streuobstwiese auf dem Programm.

Im Rahmen dieses für Kinder und Erwachsene interessanten Angebots „Bienenfleiß und Obstertrag“ wurden auch schöne und lehrreiche Infotafeln zum Thema Bienen und Bestäubung entwickelt, die auch an anderen Besuchstagen zugänglich sind.

Sonderausstellung "Grüne Leidenschaften"

In diesem Jahr geht es in der Sonderausstellung um die Pflanzenjäger, die auf oft abenteuerlichen Wegen fremde Pflanzen nach Europa brachten. Sie stellt unter anderem auch die wenig bekannte Pflanzenjägerin Amalie Dietrich vor. Die Sonderausstellung „Grüne Leidenschaften“ endet am 30. Oktober 2017, denn die Halle ist nicht geheizt und im Winter finden deshalb keine Sonderausstellungen oder Vorträge statt.

Das Baumschulmuseum wird von Ehrenamtlichen betreut und ist deshalb nur an bestimmten Tagen geöffnet:

Dienstags von 16 – 19 Uhr
Sonntags von Mai bis Oktober von 14 – 18 Uhr
Eintritt gegen Spende

Adresse 

Deutsches Baumschulmuseum
Halstenbeker Strasse 29
25421 Pinneberg

www.baumschulmuseum.de
info@remove-this.baumschulmuseum.de


Vortrag im Baumschulmuseum

8. Oktober: Wie sich Gehölze in Form bringen lassen

Auch im Oktober wird ein Vortrag zu einem interessanten Pflanzenthema angeboten. Am Sonntag, den 8. Oktober, ab 15 Uhr, berichtet Dietmar Nass „Von Kesselbäumen und anderen Baumschulkünsten“. Dabei geht es um Möglichkeiten, Gehölze in Form zu bringen.
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