Start in den Frühling: Blumensamen im Garten aussäen

Allium und Mohn im Beet

Ein stimmiges Farbkonzept ist ein wesentlicher Aspekt der Gartengestaltung. Foto: hbieser (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Wenn sich der Winter verabschiedet und das Thermometer langsam aber stetig immer höhere Temperaturen anzeigt, zieht es Hobbygärtner und Naturliebhaber hinaus ins Freie.

Sobald im März die ersten Krokusse und Narzissen sprießen, stehen die Zeichen gut für die Vorbereitung des Gartens und das Aussäen erster Blumen. Damit bunte Blüten schon im Mai für eine fröhliche und stilvolle Umgebung sorgen, sollten Gartenfreunde sowohl bei der Auswahl als auch bei der Aussaat einige Dinge beachten.

Die richtige Vorbereitung für die Aussaat

Gerade wenn Blumen mit vergleichsweise früher Blütezeit in das Freiland ausgebracht werden sollen, ist eine solide Vorbereitung wichtig. So gedeihen auch Frühlingsblumen besser in einer Umgebung, die ihnen 

• ein gutes Klima

• einen nährstoffreichen Boden

• und genügend Sonnenlicht

bietet. Bei der Auswahl der einzelnen Sämereien und Blumenzwiebeln und beim Aussäen und Pflanzen sollten Gärtner daher darauf achten, die individuellen Bedürfnisse der unterschiedlichen Arten und Sorten zu berücksichtigen. Eine Blume, die auch im Halbschatten gut gedeiht, kann dann so ausgesät werden, dass für sonnenhungrige Gewächse genügend Raum bleibt.

Blumenbeete richtig vorbereiten

Zur Vorbereitung der Beete im Frühling gehören auch die Auflockerung des Bodens und die Anreicherung mit Nährstoffen. Wer seine Beete im Herbst noch nicht ausreichend umgegraben hat, sollte vor der Aussaat zu Harke und Spaten greifen und das winterlich verkrustete Erdreich umschichten.

Direkt nach dem Umgraben der Beete werden diese mit einem entsprechenden Dünger versorgt. Komposterde oder auch Stallmist und spezielle Naturdünger aus dem Handel eignen sich gut, um dem ausgelaugten Boden seinen Nährstoffreichtum zurückzugeben.

Sollte der März noch recht kalt sein und gelegentlich sogar mit etwas Schnee aufwarten, ist das für die Aussaat von früh blühenden Blumen nicht immer problematisch. Schließlich sorgt eine leichte Schneedecke sogar für eine natürliche Wärmeisolierung, die das empfindliche Saatgut schützt. Wer sicher gehen möchte, kann bei manchen Pflanzen in der Anfangszeit eine Folie über das Beet spannen und so selbst für etwas mehr Wärme sorgen.

Blumen, die im Frühling den Garten verschönern

Auch wenn die Arbeit im Garten oft etwas Geduld erfordert, möchten die wenigsten Hobbygärtner bis in den Hochsommer hinein auf erste Blüten warten. Es gibt einige Blumen, darunter  auch Schnittblumen, die schon wenige Wochen nach ihrer Aussaat im März erste Blüten zeigen und den Garten zum Start in die vorsommerliche Saison in bunte Farben tauchen. Garten-Treffpunkt.de hat eine Übersicht über Pflanzen, die während der Frühlingsmonate blühen, zusammengestellt. Hier findet sich sicherlich die eine oder andere Blume, die sich auch im eigenen Garten harmonisch einfügt.

Die frühen Blüher eignen sich ebenfalls gut für das Zusammenstellen eines Blumenstraußes zum Beispiel zum Muttertag Anfang Mai. Mit Blumen aus dem eigenen Garten können dann schöne Sträuße kreiert werden, die stets eine persönliche Note tragen. Inspiration für das Binden von Frühlings-Blumen und die Gestaltung toller Sträuße bieten die Floristen von Fleurop.

Pflanzen-Empfehlungen und Aussaat-Tipps

Zu den Gartenblumen, die jetzt ausgesät werden können und schon im Mai mit der Blüte beginnen, gehören unter anderem die Edelwicke und auch Lieschen. Etwas länger auf erste Blüten warten müssen Gartenfreunde bei Tagetes, den so genannten Studentenblumen, die erst ab Juni ihre farbenfrohen Köpfe zeigen. Tipps zur Aussaat von Tagetes finden Interessierte in diesem Video.

Der Klatschmohn ist ebenfalls eine Blume, die schon im Mai mit ihrer Blütenpracht glänzt. Er kann bereits im März in das Freiland ausgesät werden. Dabei bevorzugt Klatschmohn einen eher trockenen und sandigen Untergrund und sonnenbeschienene Standorte.

Ein effektvoller Begleiter für farblich passende blühende Pflanzen im Frühlingsgarten ist auch das Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica). Diese zu den Zweijährigen gehörende Blume bildet nach der Aussaat im Sommer ihre Blätter und blüht dann im folgenden Frühling. Sie muss nicht unbedingt ausgesät werden, wenn schon im Vorjahr Exemplare den Garten verschönerten.

Lässt der Gartenbesitzer die vertrockneten Vergissmeinnicht stehen, sorgen sie selbständig für die nächste Generation. Diese Blume eignet sich besonders gut für einen farbenfrohen Garten, denn Vergissmeinnicht tragen nicht nur  Blüten in blauen Nuancen. Auch helles Rosa und Weiß kommen vor.

Wer sich über Tulpen, Traubenhyazinthen und andere im Frühling blühende Zwiebelblumen freuen möchte, sollte unbedingt rechtzeitig im Herbst daran denken, Zwiebeln und Knollen zu pflanzen. Dann beginnt die nächste Gartensaison besonders farbenfroh. Jetzt im Frühling ist dagegen Pflanzzeit für die Sommerblüher wie Gladiolen, Lilien und Dahlien.

Clever planen für mehr natürliche Schönheit

Natürlich sollen Blumen den eigenen Garten nicht nur im Frühling verschönern, sondern bis in den späten Sommer hinein für Abwechslung sorgen. Daher ist es wichtig, bei der Aussaat nicht nur auf früh blühende Pflanzen zu setzen. Sind diese dann schon während des Hochsommers verblüht, würden die Beete schnell verwaist wirken.

Es lohnt sich, auch Blumen mit späterem Blütezeitpunkt zu integrieren, um möglichst lange Freude an der bunten Gartengestaltung zu haben. Dies bezieht sich erneut auf die Aussaat von Vergissmeinnicht. „Von Sorte zu Sorte unterscheidet sich auch die Blütezeit: Während einige bereits im April die Blüten öffnen, lassen sich andere Zeit bis zum Frühsommer. Ein Sortenmix garantiert eine lange Blüte im Garten.“

Auch farblich betrachtet lohnt sich eine Vorab-Planung der Gartengestaltung. Da Gartenblumen in sehr vielen verschiedenen Tönen blühen, ist eine sorgfältige Auswahl und Kombination umso wichtiger. So verhindern Gartenfreunde, dass sich die Farben der Blüten im späteren Jahresverlauf beißen und können dem gesamten Außenbereich ein harmonisches Farbkonzept schenken. Zum Aussäen und Platzieren der Blumen gehört also mehr als nur das bloße Handwerk. Wer sich mit etwas Ruhe und Geschick um die Planung der Blütezeit kümmert, wird sich jedoch lange an seinem ganz eigenen Blütenreich erfreuen können.



Fotos:
Großes Bild: hbieser (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)
Kleines Bild/Gartengeräte: Pexels (CC0-Lizenz)/ pixabay.com
Kleines Bild/Tulpen: pixabay.com © PublicDomainPictures (CC0 1.0)



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