Schutz vor Zecken

Themen: Zecken
Zeckenschutz bei der Gartenarbeit

Auch im heimischen Garten können Zecken lauern. Bild: shop-apotheke.com

Die langen Tage und das sonnige Wetter der aktuellen Jahreszeit nutzen viele Menschen, um sich wieder verstärkt dem heimischen Garten zu widmen. Gerade jetzt, da alles grünt und blüht, ist die Gartenarbeit für sie eine besonders entspannende und bereichernde Erfahrung. Leider jedoch ist die Beschäftigung im heimischen Garten, so viel Freude sie auch macht, nicht ganz frei von gesundheitlichen Risiken. In vielen Gärten lauern Zecken auf nichtsahnende Opfer. Da die kleinen Blutsauger gefährliche Krankheiten übertragen können, sollten Gartenfreunde informiert und vorbereitet sein.

Was sind Zecken und warum sind sie gefährlich?

Zecken sind Parasiten, die sich vom Blut von Säugetieren ernähren. Sie gehören, wie auch die acht Beine erkennen lassen, nicht zu den Insekten, sondern zu den Spinnentieren. In unseren Breitengraden ist der „gemeine Holzbock“ die verbreitetste Zeckenart. Zecken saugen sich, wenn sie einen Wirt gefunden haben, stundenlang mit Blut voll, und lassen sich anschließend einfach wieder vom Wirt fallen. Nach einer solchen Mahlzeit können sie bis zu ein Jahr lang ohne weitere Nahrung überleben.

Neben Wild- und Haustieren (etwa Rehen, Pferden und Hunden) gehören auch Menschen zu den bevorzugten Wirten von Zecken. Der Zeckenstich selbst – Zecken „beißen“ nicht im üblichen Sinne, sondern durchbohren mit ihrem speziell geformten Kiefer die Haut des Wirtes – ist keine ernsthafte Verletzung, sondern in aller Regel harmlos. Beim Saugen können Zecken aber die gefährlichen Infektionskrankheiten FSME und Borreliose an ihre menschlichen Wirte übertragen.

Während viele Menschen wissen, dass im Wald die Gefahr von Zeckenstichen droht, unterschätzen die meisten das Risiko im heimischen Garten. Fakt ist, dass sich Zecken auch in vielen Gärten durchaus wohl fühlen. Sie werden dort häufig von Kleintieren wie Igeln und Eichhörnchen eingeschleppt. Ob Ihr Garten gefährdet ist, hängt vor allem von den klimatischen Bedingungen ab. Zecken mögen es warm, aber nicht zu heiß, und bevorzugen eine hohe Luftfeuchtigkeit. Sonnige und trockene Gärten sind daher weniger gefährdet. Gibt es jedoch viele Schatten spendende Bäume, fühlen sich die Parasiten wohl.

Wie schütze ich mich gegen Zeckenstiche?

Glücklicherweise gibt es Möglichkeiten, sich gegen Zeckenstiche zu schützen. Tragen Sie bei der Gartenarbeit idealer Weise geschlossene Kleidung, also feste Schuhe, langärmelige Oberteile und lange Hosen. Auf diese Weise dauert es länger, bis die Zecke einen geeigneten Platz für ihre Mahlzeit findet. Idealerweise entdeckt man eine Zecke bereits in dieser „Suchphase“, also bevor sie überhaupt zugestochen hat. Suchen Sie sich also möglichst zeitnah gründlich nach Zecken hab, insbesondere an geschützten Stellen mit dünner Haut wie beispielsweise Hals, Achseln, Bauchnabel, Genitalbereich oder Kniekehlen – dort stechen Zecken bevorzugt. Helle Kleidung hat den Vorteil, dass Zecken darauf besser zu erkennen sind.

Neben der geeigneten Kleidung können Sie auch mit chemischen Mitteln beim Schutz gegen Zecken nachhelfen. In Apotheken gibt es spezielle Anti-Zeckenmittel, sogenannte Zecken-Repellents, die die Blutsauger fern halten sollen. Lassen Sie sich von Ihrem Apotheker beraten, welche Mittel wirksam und gut verträglich sind.

FSME ist in manchen Regionen besonders verbreitet. Sollten Sie in einem dieser Risikogebiete leben, ist eine FSME-Schutzimpfung sinnvoll. Sie wird zumindest in Bayern und Baden-Württemberg auch von den Behörden empfohlen und dementsprechend von den Krankenkassen übernommen. Lassen Sie sich hierzu gegebenenfalls von Ihrem Hausarzt beraten.


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