Pflanzen schützen: Die häufigsten Schädlinge im Garten

Töpfe

Mit einigen Tricks bleiben Pflanzen gesund und der Garten bereitet mehr Freude. Foto: unsplash.com/Neslihan Gunaydin

Wenn Schädlinge im Garten Pflanzen zerstören, besteht Handlungsbedarf. Allerdings sollte man bei ihrer Bekämpfung zunächst versuchen, mit einfachen, altbewährten Methoden Herr der Lage zu werden. Denn Schädlingsbekämpfung mit Pflanzenschutzmitteln kann das natürliche Gleichgewicht des Gartens stören. Doch mit Hilfe von Nützlingen lassen sich Schädlinge auf natürliche Weise dezimieren.

Blattläuse

In vielen Gärten treiben Blattläuse ihr Unwesen. Mit ihren saugenden Mundwerkzeugen bewirken sie, dass die Blätter der befallenen Pflanzen verkrüppeln und vertrocknen. Außerdem sondern sie Honigtau ab und verschmutzen die Pflanzen mit einem klebrigen Sekret, auf dem sich oft Rußtaupilze ansiedeln. Diese hindern die Pflanzen an der lebensnotwendigen Photosynthese.

Eine regelmäßige Wasserversorgung und eine ausgewogene Düngung stärken die natürliche Widerstandskraft der Pflanzen gegen Läusebefall.

Wenn der Blattläusebefall im Anfangsstadium ist, lassen sich die Schädlinge per Hand von der Pflanze abstreifen oder mit dem Wasserschlauch abspritzen. Zudem kann es helfen, die Pflanze regelmäßig mit Brennnesselsud oder Seifenlauge einzusprühen.

Chemische Maßnahmen sollten nur im äußersten Notfall angewendet werden, denn Insektizide schaden auch den nützlichen Insekten. Gartenbesitzer sollten daher lieber natürliche Feinde der Läuse im Garten einsetzen, um die Schädlinge zu bekämpfen. Dazu zählen Marienkäfer und Florfliegenlarven, die man zu diesem Zweck kaufen kann.

Nacktschnecken

Bei feuchter Witterung sind oftmals verschiedene Arten von Nacktschnecken im Garten zu finden. Da ihre natürlichen Feinde häufig fehlen, treten sie zahlreich auf. Schnecken fressen viele Pflanzen an und sind eine große Bedrohung für Jungpflanzen.

Mit einem Schneckenzaun lassen sich junge oder besonders gefährdete Pflanzen schützen. Im Fachhandel gibt es verschiedene Arten von Schneckenzäunen, die man um das Beet herum aufstellen kann. Eine weitere Möglichkeit Schnecken fernzuhalten, ist das Errichten eines etwa 30 Zentimeter breiten Walls aus Sägemehl oder Steinmehl um das Beet herum.

Es ist auch möglich, mit natürlichen Feinden gegen Schnecken im Garten vorzugehen. Dazu zählen Igel, Laufkäfer und Kröten. Wem es nicht zusagt, die Anwesenheit dieser Tiere zu fördern, kann die Schädlinge mit Spaten und Eimer einsammeln und fernab des Gartens aussetzen. Dies ist bei Einbruch der Nacht am wirkungsvollsten, denn Schnecken sind nachtaktive Tiere.

Wenn gar nichts gegen die gefräßigen Schleimer hilft, bleibt noch das chemische Mittel Schneckenkorn. Allerdings sollten sich Gartenbesitzer darüber im Klaren sein, dass es auch Katzen und Hunden Schaden zufügen kann.

Besser ist es, Schnecken den Appetit zu verderben, indem man ihre Lieblingspflanzen gegen schneckenfeste Exemplare wie Eisenhut, Spornblumen und Lavendel austauscht.

Maulwurf

Auch der Maulwurf wird oft als Gartenschädling wahrgenommen, obwohl er eigentlich keiner ist. Sein Vergehen: Er lebt in unterirdischen Gängen und verursacht deshalb unschöne Maulwurfshügel auf dem Rasen. Er beschädigt die Pflanzen jedoch nicht, denn er ernährt sich von kleinen Tieren wie Regenwürmern, Schnecken und Engerlingen.

Da Maulwürfe unter Naturschutz stehen, ist es verboten, ihnen Schaden zuzufügen oder ihre Behausung zu zerstören. Es gibt allerdings schonende Vertreibungsmethoden, die erlaubt sind. In diesem Ratgeber erfahren Gartenbesitzer, wie sie einen Maulwurf loswerden können.


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