Perfekt beschattet: Worauf Sie bei Markisen achten sollten

Mann unter Markise

Dank der Vielfalt an Markisen lässt sich für jeden Zweck und für jeden Anspruch die richtige Markise finden. Foto: Craig Whitehead, unsplash.com

Selbst Sonnenanbeter wünschen sich ab und an ein schattiges Plätzen auf Balkon oder Terrasse. Markisen gehören zu den beliebtesten Sonnenschutz-Arten.

Anders als Sonnenschirme müssen Markisen nicht von A nach B geschleppt werden, sondern sind fest verbaut. Gerade weil sie aber so eine feste Sache sind, sollten Sie Ihre Wahl gründlich treffen. Wir sagen Ihnen, worauf Sie bei der Auswahl der passenden Markise achten sollten.

Die verschiedenen Markisen-Arten und für wen sie sich eignen

Das wohl beliebteste, einfachste und günstigste Modell ist die Gelenkarmmarkise. Sie wird an einer Wandfront befestigt und schwebt quasi über der freien Fläche. Zwei Gelenkarme tragen das Markisentuch.

Die meisten Gelenkarmmarkisen können Sie aufrollen oder einfahren, wenn die Beschattung ein Ende haben soll. Oft sind diese Markisen auch unter der Bezeichnung Tragrohrmarkisen zu finden.

Die Hülsenmarkise gehört ebenfalls zu den Gelenkarmmarkisen. Aufgerollt lässt sich das Tuch in einer Hülse verstauen und ist dadurch geschützt. Gelenkarmmarkisen sind für alle geeignet, die sich einen soliden Sonnenschutz wünschen, aber nicht zu viel Geld ausgeben wollen.

Etwas stabiler aber vom Prinzip her ähnlich, sind die Kassettenmarkisen. Bei diesen Modellen kann das Tuch in der Regel eingefahren werden und verschwindet sicher in der Kassette. Der Vorteil dieser Markisen ist, dass sie sich schnell und sicher einfahren lassen, wenn ein Sturm aufzieht oder es zu regnen beginnt. In der Regel lässt sich bei diesen hochwertigeren Markisen auch der Neigungswinkel anpassen, wodurch Sie bei jedem Sonnenstand gut geschützt sind.

Mehr Sicht- als Sonnenschutz ist die Seitenmarkise. Sie eignet sich zum Beispiel für Balkone in Mehrparteienhäusern oder immer dann, wenn man sich von den Blicken der Nachbarn abschirmen will. Wie die Senkrechtmarkise kann sie unten, oben oder an der Seite montiert werden. Sie bedeckt – ähnlich wie eine Jalousie oder ein Rollo – größere und kleinere Fensterfronten.

Verschaffen Sie sich einen Überblick in Baumärkten oder stöbern Sie z. B. auf den Webseiten von Einrichtungshäusern, auf denen die Angebote vorab im Detail vorgestellt werden. Vor Ort können Sie sich dann eine passende Beratung dazu einzuholen. Oder Sie können im Netz im Detail recherchieren und zum Beispiel hier Informationen zu Markisen finden.

5 Punkte, auf die Sie bei der Auswahl Ihrer Markise achten sollten 

1. Die Maße: Standard-Markisen sind in der Regel mit einer Breite von 4 bis 7 Metern zu haben. Darüber hinaus bieten viele Hersteller und Händler Maßanfertigungen an. Beachten Sie: Die Fläche der Markise sollte größer sein als die des Bereichs, den Sie beschatten wollen. Der Grund: Die Sonnenstrahlen fallen schräg ein. Je nach Tageszeit gibt es immer einen Bereich unter der Markise, der doch in der Sonne liegt.

2. Das Material: Das Markisentuch sollte aus einem festen Stoff bestehen, der im Idealfall beschichtet ist. Acryl, PVC, Polyester oder Volant halten durchaus ein paar Regentropfen aus. Im Hinblick auf den Sonnenschutz ist es wichtig, dass das Material UV-beständig ist. Der Schutz sollte mindestens bei Faktor 30 liegen. Wichtig für Raucher oder Menschen, die auch mal auf der Terrasse grillen: Achten Sie darauf, dass das Material nicht leicht entflammbar ist.

3. Der Antrieb: Er ist Sache des Geschmacks, aber auch des Geldes. Zur Auswahl stehen Handkurbel oder Elektroantrieb. Bei Letzterem lässt sich die Markise per Knopfdruck oder über Funk ein- und ausfahren. Smart Home macht übrigens auch vor der Markise nicht halt: Manche Modelle sind bereits mit Sensoren ausgestattet, die Regen und Wind registrieren und den Befehl zum Einfahren geben.

4. Die Farbe: Farbe und Design sollten zur restlichen Balkon- oder Terrassengestaltung passen. Je heller, desto mehr Licht kommt durch, desto geringer ist aber auch der UV-Schutz. Gelbe und orangefarbene Markisen sind sehr beliebt, da das Licht unter ihnen warm und angenehm erscheint. Wer Wert auf Blendschutz legt, sollte dagegen zu dunkleren Markisen greifen wie beispielsweise klassischem Anthrazit.

5. Die Qualität: Achten Sie bei der Auswahl Ihrer Markisen auf das CE-Prüfzeichen. Sie sollten mindestens Windklasse 2 standhalten. Woran Sie ebenfalls gute Qualität erkennen, sind die Nähte. Sie sollten gut verarbeitet sein und nicht fransen. Wenn Sie lange Freude an Ihrer Markise haben wollen, sollten Sie die Finger von geklebten Stoffen lassen.

6. Die Montage: Sie sollte über stabile Befestigungskonsolen erfolgen und auf den jeweiligen Montageuntergrund (Holz, Putz, PVC-Fensterrahmen) abgestimmt sein. Holen Sie sich hierzu einen Fachmann wie einen Markisenbauer hinzu.

7. Der Preis: Hier gilt wie so oft: Die teuerste Markise ist nicht immer die beste. Einen dreistelligen Betrag sollten Sie jedoch schon ausgeben, um einen stabilen Sicht- und Sonnenschutz zu erhalten.


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