Narzissen – nicht nur Gelb

Themen: Narzissen
Felder von Fluwel

Narzissen so weit das Auge reicht - die Felder von Fluwel liegen mitten im nordholländischen Blumenzwiebelanbaugebiet. Foto: fluwel.de

Bei Narzissen denken die meisten Menschen an Gelb. Nach dieser Farbe sehnen wir uns nach dem Winter am meisten, denn sie steht für die Sonne und unweigerlich auch für Fröhlichkeit und gute Laune. Tatsächlich gibt es viele Narzissen in der Sonnenfarbe, aber längst nicht alle, manche blühen in reinem Schneeweiß, andere in Creme- und Orangetönen, manche sind sogar mehrfarbig. Doch damit nicht genug: Neben der klassischen Blütenform der bekannten Osterglocken gibt es z.B. auch gefüllt blühende Sorten und andere mit elegant zurückgeschlagenen Blütenblättern wie beispielsweise die an Alpenveilchen erinnernden Cyclamineus-Narzissen.

Ein Riesensortiment

Ein genauerer Blick auf das Riesensortiment lohnt sich. Weil es so viele Sorten gibt, hat man verschiedene Narzissengruppen gebildet. Die so genannten Trompetennarzissen bzw. Osterglocken beispielsweise werden 40 bis 50 Zentimeter hoch und eignen sich als Blickfang im Blumenbeet und auch als Schnittblume. Andere Narzissen hingegen bleiben so klein, dass sie auch gut in Töpfen und Kästen wachsen können. Für Pflanzgefäße ideal sind u.a. die zierlichen Cyclamineus- oder Alpenveilchen-Narzissen, die nur 15 bis 30 Zentimeter groß werden.

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„Die Narzisse kommt ursprünglich aus Spanien und Portugal, wo auch heute noch große Mengen wild wachsen", weiß Carlos van der Veek zu berichten. Er kennt sich bestens aus mit diesen Pflanzen, sie begleiten ihn schon sein ganzes Leben. Sein Vater Karel van der Veek war der berühmteste Narzissenzüchter der Niederlande. „Hinter seinem Haus hatte er eine Sammlung von sage und schreibe 2.635 verschiedenen Narzissen - für die Blumenfreunde aus der ganzen Welt im Frühjahr ein Pilgerort." Auch Carlos ist der Narzisse treu geblieben und hat seine Fühler in die ganze Welt ausgestreckt. 1992 begann er mit dem Export von Narzissen. Heute betreibt er zusammen mit genauso zwiebelblumenbegeisterten Kollegen in Nordholland das Unternehmen Fluwel und verkauft frisch geerntete Blumenzwiebeln auf kurzem, modernem Weg online. Qualität geht bei Fluwel vor Masse und so werden hier nur dicke Maße verkauft. Denn je wohlgenährter die Blumenzwiebel, umso schöner später die Blüte. Die Bollen, wie man die Blumenzwiebeln in Holland nennt, müssen fest und drall sein und dürfen keine schimmeligen Stellen aufweisen. Eine gute Lagerung auf dem Handelsweg ist dafür wichtige Voraussetzung. Je kürzer die Strecke vom Feld in den eigenen Garten ist, umso besser.

In Gruppen am wirkungsvollsten

Die ideale Pflanzzeit für Narzissen ist früh im Herbst. Je eher die Zwiebeln in die Erde kommen, umso mehr Zeit haben sie, noch vor dem Winter Wurzeln zu bilden, was sich positiv auf die Entwicklung und Blüte im nächsten Jahr auswirkt. Van der Veeks Tipp: „Pflanzen Sie die Narzissen doppelt so tief wie die Zwiebeln hoch sind." Zwiebelblumen kommen am besten zur Geltung, wenn sie in kleinen Gruppen zusammenstehen. So wirken sie auch am natürlichsten. Um einen guten Farbeffekt im Garten zu erzielen, sollten es immer mindestens fünf Zwiebeln von der gleichen Sorte sein, besser noch mehr. Wer sich im Frühjahr über einen möglichst langen Zeitraum an Narzissen erfreuen möchte, sollte Sorten mit unterschiedlichen Blütezeiten wählen. Früh blühen z.B. 'February Gold' und 'Jetfire'. Es folgen 'Golden Harvest', 'Jack Snipe' und 'Suzy'. Späte Blüher sind u.a. 'Hawera', 'Actaea' und 'Thalia'. Diese und viele andere Zwiebelblumen - und natürlich auch fertige Mischungen - finden Sie direkt bei den niederländischen Spezialisten unter www.fluwel.de. Narzissen eignen sich übrigens hervorragend zur Verwilderung, d.h., einmal an die richtige Stelle gepflanzt, kommen sie immer wieder. So verwandeln sie jedes Frühjahr langweilige Rasenflächen in blühende Landschaften, schaffen Lichtblicke vor dunklen Hecken und fangen mit ihrer Farbe im Beet, in der Rabatte und im Vorgarten die frühe Sonne ein.

Quelle: GPP


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