Meldeportal für Ambrosia-Vorkommen in Deutschland

Die Beifuß-Ambrosie oder das beifußblättrige Traubenkraut breitet sich seit Jahren in Europa aus. Der Neuankömmling aus Nordamerika wurde im 19. Jahrhundert nach Europa eingeschleppt, hat aber erst im 20. Jahrhundert zunächst wärmere Gebieten Europas wie Ungarn, Norditalien, S-Frankreich besiedelt. Im Zuge des Klimawandels ist eine stärkere Ausbreitung auch in Deutschland zu erwarten. Unerwünscht ist die Pflanze nicht nur als lästiges Ackerunkraut. Vor allem produziert sie große Mengen an hoch allergenem Pollen, der bei vielen Menschen Heuschnupfen und auch Asthma auslösen kann.

Wissenschaftler des Julius Kühn-Instituts (JKI) verfolgen die weite Verbreitung der allergieauslösenden Beifuß-Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia). Die Gründung der "International Ragweed (= Ambrosia) Society" hat das Ziel, diese Pflanze europaweit zu bekämpfen und ihre weitere Ausbreitung zu stoppen. Seit 2012 ist der erste Samstag im Sommer der "International Ragweed Day", an dem verstärkt zur Ambrosie informiert werden soll. Zu diesem Termin blüht die Pflanze noch nicht, ist aber bereits groß genug, um sie sicher zu erkennen und gut zu bekämpfen.

Auf dem Webportal http://watson.jki.bund.de lassen sich Funde von Ambrosia melden. Das JKI bittet die Bevölkerung um Mithilfe, damit genauer dokumentiert werden kann, wie sich die Art in Deutschland verbreitet und sich das Vorkommen verändert. Dazu werden Angaben zum Fundort, zur Größe des Bestandes und einige weitere Daten benötigt. Namen und Adresse bzw. E-Mail oder Telefonnummer sind nur für evtl. Rückfragen anzugeben. Alle Angaben werden vertraulich behandelt. Für zusätzliche Mitteilungen steht unter ambrosia@remove-this.jki.bund.de eine E-Mail-Adresse zur Verfügung.

Das JKI arbeitet mit seinem "Aktionsprogramm Ambrosia" daran, Verwaltung und Öffentlichkeit über die Bedrohung durch Ambrosia zu informieren und Hinweise zur effektiven Bekämpfung zu geben (www.jki.bund.de/ambrosia.html). Um die geeignetsten Bekämpfungsmethoden ausfindig zu machen bzw. zu entwickeln, koordiniert das JKI ein von der EU-Kommission gefördertes internationales Forschungsprojekt (www.halt-ambrosia.de).

Wissenschaftlicher Ansprechpartner ist Dr. Uwe Starfinger, Julius Kühn-Institut, Institut für nationale und internationale Angelegenheiten der Pflanzengesundheit, uwe.starfinger@remove-this.jki.bund.de.

Quelle: Julius Kühn-Institut (JKI)
Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen
Federal Research Centre for Cultivated Plants
Messeweg 11/12
38104 Braunschweig, Germany
Fon: +49 531 299-3204
Fax: +49 531 299-3000
www.jki.bund.de


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