Gartengestaltung für angehende Senioren

Sommerblumen

Auf die Farbenpracht durch Blumen muss niemand verzichten, wenn der Garten so gestaltet wird, dass er auch noch genutzt werden kann, wenn die Beweglichkeit aus Alters- oder Gesundheitsgründen eingeschränkt ist.

Der Garten ist ein Ort der Erholung und Entspannung. Dabei gehört das Genießen der ersten Sonnenstrahlen auf der Gartenwiese genauso dazu wie meditativ wirkende Gartenarbeit.

Gerade die ältere Generation weiß die gesunde Abwechslung an der frischen Luft zu schätzen. Allerdings fällt aufwendiges Rasenmähen oder das Umgraben der Erde zum Anbau von Kartoffeln und anderen Gemüsearten mit steigendem Alter immer schwerer.

Klug ist, wer seinen Garten rechtzeitig an die veränderten Ansprüche anpasst. Die pflegeleichte Gestaltung des Gartens gehört genauso dazu wie eine körperschonende Arbeitsweise und die Verwendung leicht handhabbarer Gartengeräte. Dabei muss weder auf eine Rasenfläche noch auf ein Gemüse- oder Blumenbeet verzichtet werden, denn es kommt auf die richtige Gestaltung an.

Die Rasenfläche gestalten

In jeden Garten gehört ein einfach zu pflegender Aufenthaltsbereich. Eine Rasenfläche ist ideal, um jede Menge Platz zu schaffen. Ob für spielende Kinder, Gartenpartys oder einen Kaffeeklatsch am Gartentisch, die Nutzungsmöglichkeiten sind vielfältig.

Genauso vielfältig sind jedoch auch die Gras-Arten, die für einen Rasen angeboten werden. Wird der Rasen sehr viel benutzt, durch Fußballspielen der Kinder oder häufige Gartenpartys, sollte Strapazier- und Sportrasen verwendet werden. Dieser ist etwas teurer als andere Rasenarten, hält dafür aber einer sehr starken Beanspruchung stand.

Für normal beanspruchte Wiesenflächen reicht Universal- oder Gebrauchsrasen aus. Er ist dicht, strapazierfähig und leicht in der Pflege. Je nach Lichtverhältnis muss das Saatgut jedoch angepasst werden.

Liegt der Rasen sehr schattig, gibt es speziellen Schattenrasen, der nicht so schnell zum Vermoosen neigt. Zierrasen, der aufgrund seiner Dichte ebenfalls kein Moos oder Unkraut aufweist, ist hingegen mit höherem Pflegeaufwand verbunden und sollte daher vermieden werden.

Tipps für einen pflegeleichten Rasen

Beim Aussäen des Rasens ist vor allem auf eine ebene Fläche zu achten. Hubbel und Steigungen stellen schnell Stolperfallen dar und wirken zudem weniger ansprechend. Um sich die spätere Rasenpflege zu erleichtern, sollte ebenso über die Verlegung von Such- und Begrenzungsdraht nachgedacht werden.

Dieser wächst problemlos ins Gras ein und dient als Begrenzungsmarker für elektrische Rasenroboter. Die Funktion der Rasenroboter ist vergleichbar mit der von automatischen Staubsaugerrobotern. Die kleinen Gefährten fahren selbstständig über die Wiese und mähen so den Rasen. Der Begrenzungsdraht gibt ein magnetisches Signal, das vom Gerät nicht überschritten wird. Zudem ist eine passgenaue Ansteuerung über Fernbedienung oder Smartphone möglich. Damit lässt sich später die anstrengende Arbeit mit dem Mähen des Rasens sparen.

Gestaltung der Gemüsebeete

Etwas mehr Aufwand muss für die Pflege des Gemüsebeets eingeplant werden. Allerding sind auch hier Elemente vorhanden, die die Gartenarbeit vereinfachen. Rückenschmerzen vom vielen Bücken beim Unkrautjäten und Gemüseernten oder vom Umgraben von schwerem Ackerboden lassen sich vermeiden.

Dazu werden Gemüsearten genutzt, die ohne weiteres in Hochbeeten wachsen können. Durch das Pflanzen in hohen Gemüsehochbeeten ist eine erleichterte Pflege und Ernte möglich. Die Arbeiten können bequem im Stehen durchgeführt werden. Zusätzlich schützen Hochbeete auch vor starkem Schneckenbefall. Damit die Hochbeete selbst gut zur Geltung kommen, können sie mit Natursteinen unterbaut werden.

Die richtigen Blumen fürs Beet

Ähnliche Hochbeete können auch für Blumen verwendet werden. Da hier der Pflegeaufwand je nach Art deutlich geringer ist, müssen die Beete nicht ganz so hoch liegen wie die Gemüsebeete. Je größer die Beete sind, desto besser kommen die Pflanzen zur Geltung. Mit Samenmischungen, in denen Wildblumen wie Margeriten, Ringelblumen und Mohn enthalten sind, können farbliche Akzente im Garten gesetzt werden.

Bei den Pflanzungen sollte auf Blühzeit, Farbe und Größe geachtet werden. So können die Blumen harmonisch aufeinander abgestimmt und für eine möglichst lang anhaltende Blütenpracht gesorgt werden. Die Auswahl ist groß und reicht von früh blühenden Arten wie Maiglöckchen, Narzissen oder Tulpen bis hin zu spät blühenden wie der Oktobermargerite. Beliebt sind auch duftende Blumen, Stauden und Gehölze.

Duft und Farbe

Lavendelsträucher erfreuen jeden Sommer mit dem typischen Lavendel-Duft. Zudem kann Lavendel getrocknet noch als natürliches Mottenmittel oder Badezusatz verwendet werden.

Ebenso lassen sich mit Geranien farbenprächtige Akzente im Garten setzen. Diese sind pflegeleicht und blühen zudem über den Großteil des Jahres. Allerdings sind hier, wie bei anderen nicht winterharten Pflanzen, spezielle Maßnahmen zur Überwinterung nötig.

Sind die Pflanzen verblüht, müssen sie kräftig zurückgeschnitten werden. Danach wird der Wurzelballen vorsichtig aus dem Beet entfernt und zum Überwintern eventuell in ein kleineres Gefäß gesetzt. Dazu reicht meist ein unbeheizter, aber frostgeschützter Kellerraum aus. Zeit- und arbeitsintensivere Pflanzen, die relativ groß sind, eignen sich jedoch nur für rüstige Rentner, weil das Tragen ins Winterquartier einiges an Kraftaufwand erfordern kann.

Bildquellen:

Großes Foto/Bild 1: Pixabay.com, ©jill111 (CC0-Lizenz)

Bild 2/Rasen: Pixabay.com, ©Huskyherz (CC0-Lizenz)

Bild 3/Gemüse: Pixabay.com, ©markusspiske (CC0-Lizenz)

Bild4/Blumen: Pixabay.com, ©watsilchum (CC0-Lizenz)


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