Ausbildung im Garten- und Landschaftsbau: Ideal für naturverbundene Praktiker

Junge Gärtner bepflanzen ein Dach

Wer im Garten- und Landschaftsbau arbeiten möchte, sollte praktisch veranlagt sein und Interesse an der Natur haben. Fotos: BGL

Der Gartenbau bietet ein weites Spektrum an beruflichen Möglichkeiten. In der gärtnerischen Branche gibt es sieben verschiedene Fachrichtungen. Der Garten- und Landschaftsbau, oft einfach mit GalaBau abgekürzt, ist eine davon und besonders stark: In Deutschland gibt es mehr als 16.700 Landschaftsbau-Fachbetriebe, in denen über 112.000 Menschen arbeiten. Dazu kommen noch etwa 6.600 Auszubildende.

Ausgezeichnete berufliche Perspektiven

Diese beeindruckenden Zahlen erklären sich durch die sehr gute wirtschaftliche Situation und die hervorragenden Perspektiven für „Gärtner/in Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau“ – kurz Landschaftsgärtner.

„Wer seine Ausbildung mit Erfolg abschließt, hat eine hohe Übernahmewahrscheinlichkeit und kann sich alternativ meist aus mehreren attraktiven Stellenangeboten das passende aussuchen,“ betont Thomas Wiemer, Referent für Nachwuchswerbung und Weiterbildung im Ausbildungsförderwerk des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (AuGaLa) e. V. „Ob in Privatgärten, Firmengärten oder im öffentlichen Grün von Städten und Gemeinden – Landschaftsgärtner sind gefragter denn je.“

Von Anfang an gute Rahmenbedingungen

Die Ausbildung zum Landschaftsgärtner ist als duale Ausbildung angelegt: Im Betrieb lernt der Nachwuchs in der meist dreijährigen Ausbildungszeit alle Arbeiten und Tätigkeiten des Berufs, in der Berufsschule die theoretischen Grundlagen. Durch überbetriebliche Lehrgänge werden zusätzliche Qualifikationen vermittelt oder vorhandene vertieft.

Das Spektrum landschaftsgärtnerischer Arbeiten ist sehr breit. Es reicht vom Vermessen über Baumaßnahmen mit Beton- und Naturstein, Holz und Metall bis hin zu Pflanzungen. Zu den Tätigkeiten gehören sowohl Maschinenarbeiten, zum Beispiel mit Kleinbaggern, als auch handwerkliche Aufgaben wie das Pflastern, der Pflanzenschnitt und die vielfältige Pflegemaßnahmen des „lebendigen Bau- und Gestaltungsmaterials“ Pflanze.

„Der Beruf Landschaftsgärtner ist sehr abwechslungsreich und dementsprechend anspruchsvoll“, betont Referent Wiemer. „Interesse an Natur und Umwelt, aber auch handwerkliches Geschick sind gefragt. Außerdem müssen Landschaftsgärtner im besten Sinne wetterfest sein. In den Gärten wird auch bei Regen oder hochsommerlichem Wetter gearbeitet.“

Dieser Anspruch schlägt sich in der Vergütung nieder. Je nach Alter und abhängig von zwei- oder dreijähriger Ausbildungsdauer erhalten die angehenden Experten fürs Grün im ersten Ausbildungsjahr bis zu 800 Euro pro Monat, im zweiten bis zu 900 und im dritten Ausbildungsjahr bis zu 1.000 Euro.

Ausbildungsförderwerk unterstützt Auszubildende und Unternehmen

Viele Jugendliche stehen vor der Aufgabe, sich gegen Ende ihrer Schulzeit für eine berufliche Richtung entscheiden zu müssen. Damit es mit dem reibungslosen Übergang ins Berufsleben klappt gibt das AuGaLa über seine Stellenbörse auf www.landschaftsgaertner.com hinaus Tipps für potentielle Kandidaten: Informationen zu Praktika, Empfehlungen für Bewerbungsunterlagen, Vorstellungsgespräche usw.

Das Ausbildungsförderwerk organisiert zentral von Bad Honnef aus die bundesweiten Maßnahmen und nutzt Printbroschüren, Online-Auftritte und soziale Medien im World Wide Web als Orientierungshilfe für Ausbildungsinteressierte. Für die regionale Arbeit vor Ort, wie die Durchführung von Informationsveranstaltungen, stehen bei den zwölf Landesverbänden 18 Referenten für Nachwuchswerbung zur Verfügung. Sie koordinieren die Teilnahme der Branche an Ausbildungsmessen und Veranstaltungen, beraten Interessierte und Praktikanten sowie Auszubildende und sie stehen auch den Ausbildungsbetrieben mit Rat und Tat zur Seite.

Nationale und internationale Meisterschaften für junge Gärtner

Dem Auszubildenden bietet das AuGaLa jährlich mit seiner „Deutschen Meisterschaft“, dem sogenannten Landschaftsgärtner-Cup, ein besonderes Highlight. Nach den Vorentscheidungen auf Landesebene wetteifern am Wochenende 8./9. September 2017 in Berlin auf dem IGA-Gelände die Landessieger um den Titel. Zwei Tage lang werden die 24 angehenden Landschaftsgärtnerinnen und Landschaftsgärtner in Zweierteams unter den Augen der Fachjury nach vorgegebenem Plan einen technisch anspruchsvollen kleinen Garten bauen und bepflanzen.

Das gilt erst recht für die alle zwei Jahre stattfindenden Berufeweltmeisterschaft, die WorldSkills, 2017 vom 14. bis 19. Oktober in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Hier trifft sich der Top-Nachwuchs der Welt, um in rund 50 Berufen die Besten der Besten zu ermitteln.

Tipp zur Berufswahl:

Praktikum, Ausbildung … durchstarten: Am besten ist es, ein Praktikum in einem Betrieb zu absolvieren, um den vielfältigen Beruf des Landschaftsgärtners kennen zu lernen. Die nach Postleitzahlen gegliederte Ausbildungsbörse bietet auch einen Überblick über freie Praktikumsplätze: http://www.landschaftsgaertner.com/ausbildungs--und-praktikumsboerse.aspx

BGL


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