Der Ziergarten im März

Praxistipps Ziergarten März

Im März ist es Zeit für den Frühjahrsputz im Staudenbeet.

Jetzt ist Zeit, Winterschutzabdeckungen abzunehmen und restliches Laub von den Beeten zu harken. Alle Stauden, mit Ausnahme der immergrünen, zurückschneiden bzw. die Blattreste abziehen. Das schafft Platz für den frischen Austrieb. Sommergrüne Gräser eine Handbreit über dem Boden kappen. Bei immergrünen Arten lediglich mit den Fingern die vergilbten Blätter auskämmen. Unkraut jäten, den Boden vorsichtig lockern, Kompost zwei bis drei Zentimeter hoch verteilen und langsam fließenden Dünger, z. B. Hornspäne (50 bis 100 Gramm pro Quadratmeter) leicht einarbeiten. Besonders hungrige Arten wie Rittersporn und Phlox erhalten im Juni eine zweite Gabe. Wildstauden brauchen dagegen meist gar nicht gedüngt zu werden.

Vorsicht Spätfrost!

Gelegentlich erwischt es früh austreibende Stauden wie Bergenie, Tränendes Herz und Elfenblume. Daher etwas Reisig oder Vlies parat halten, falls die Temperaturen noch mal unter den Gefrierpunkt fallen. Über die dicken Triebspitzen gefährdeter Lilien, z. B. Lilium regale, einfach Blumentöpfe stülpen. Auch Strauch-Pfingstrosen zeigen öfter Spätfrostschäden. Geben Sie diesen imposanten Blütengehölzen keinen allzu geschützten Standort. Dann treiben sie nicht ganz so früh aus.

» Pfingstrosen: beständige Schönheiten

Stauden teilen

Die Glatzenbildung in den einst dichten Horsten der Herbst-Astern und Wiesen-Iris lässt sich nicht mehr leugnen? Die Sonnenbräute haben auch schon mal reicher geblüht? Dann ist jetzt der richtige Moment, die Stauden zu verjüngen. Holen Sie die Pflanzen zunächst aus dem Boden. Das geht am schonendsten mit der Grabegabel. Den Horst dann mit einem Messer, bei stark verholzenden Arten wie Funkien oder Chinaschilf auch mit einem scharfen Spaten in etwa faustgroße Stücke teilen. Weiterverwendet werden jeweils nur die äußeren, vitalen Teilstücke. Der Rest wandert auf den Kompost. Die neuen Setzlinge dann an anderer Stelle, aber gleich hoch wie zuvor, in gut gelockerten, mit Kompost verbesserten Boden setzen. Andrücken, kräftig angießen, fertig!

» Grün und Weiß: Ein Farbenpaar mit großer Wirkung

März-Schönheit: Duft-Veilchen

Zierliche Blütengesichter, keck übers Laub geschoben und natürlich im berühmten Blauviolett, dazu das betörende Parfum – schlicht unmöglich, sich dem Charme dieses Frühlingsbotens zu entziehen. Wer das Duft-Veilchen (Viola odorata) erst mal im Garten hat, möchte es nicht mehr missen. Und muss das vermutlich auch nicht. Denn wo immer sich die kleine Staude wohl fühlt, erobert sie durch Ausläufer und Selbstaussaat neues Terrain. Sie können ihr dabei aber unter die Arme greifen und ein paar Pflanzen aus Samen ziehen. Wir haben’s ausprobiert, mit ‘Königin Charlotte’, einer altbewährten, robusten Sorte. Sie blüht im Herbst oft sogar ein zweites Mal. Zudem fallen ihre Samen echt, d. h. die Nachkommen gleichen der Mutter bis ins Detail.
Tipp: Möchten Sie selbst Veilchensamen sammeln, achten Sie auf die kugeligen Samenkapseln, die sich direkt nach der Blüte bilden. Einfach vom Stiel abdrehen, trocknen lassen und bis zur Aussaat dunkel aufbewahren.

» Was im März außerdem noch zu tun ist

Frühstart im Topfgarten

Töpfchen über Töpfchen mit Primeln, Maßliebchen, Stiefmütterchen und Vergissmeinnicht, dazu Traubenhyazinthen, Tulpen, Narzissen … kaum möglich, an der kunterbunten Vielfalt vorgezogener Frühjahrsblüher unbeeindruckt vorbeizugehen. Greifen Sie zu, doch denken Sie daran: Ganz hat der Winter das Feld noch nicht geräumt. Sind Temperaturen unter –2 °C angekündigt, die bepflanzten Kästen und Schalen dicht an die Hauswand rücken und mit mehreren Lagen Zeitungspapier abdecken. Oder die Gefäße kurzerhand über Nacht ins Haus holen.

» Lebendige Vielfalt: Blumenwiesen

Im März nicht vergessen

• Mit Beginn der Forsythienblüte die Rosen schneiden. Triebe immer auf ein nach außen weisendes Auge (Triebknospe) zurücknehmen.
• Noch können Klettergehölze, Sträucher und Hecken gepflanzt werden: Wurzelnackte kommen bis Ende März in den Boden, Ballenware bis Anfang Mai.
• Tulpen, Hyazinthen und Narzissen sind nährstoffbedürftig: Zu Austriebsbeginn einen rasch wirkenden Volldünger geben.
• Ist der Boden schon ausreichend abgetrocknet, ab Mon atsende den Rasen vertikutieren.
• Oleander, Olive, Lorbeer und andere robuste Kübelpflanzen bei milder Witterung ausräumen.
• Ufer- und Sumpfpflanzen am Gartenteich zurückschneiden.


Stauden-Clematis

Nur wenigen Gärtnern gelingt es auf Anhieb: Man kann wohl die Clematis nicht „mal so nebenbei“ haben! Ein Bericht von Dr. Konrad Näser.

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